Tradition hat es mittlerweile, dass der Fanfaren- und Trommlerzug Bretten 1504 e. V. kurz nach dem Peter-und-Paul-Fest ins Allgäu fährt um am Tänzelfest in Kaufbeuren teilzunehmen.
So waren es die Mannen (und Frauen) um den musikalischen Leiter, Siegfried Schneider, die in den nagelneuen blau-weißen Uniformen wieder einmal die Farben der Heimat in der Ferne vertraten. Bereits seit 1969 kommt der Fanfarenzug nach Kaufbeuren. Die Anfänge für diesen Besuch in Kaufbeuren führen in das Jahr 1968 zurück. Der damalige Vorsitzende des Tänzelfestvereins, Rudolf Werz, führte seine Knaben damals ins Badische, wo die Tänzelfestknabenkapelle am Peter-und-Paul-Fest teilnahm. Sozusagen als Gegenbesuch wurde ein Jahr später seitens der VAB der Fanfarenzug zum Tänzelfest nach Kaufbeuren entsandt.
Fortan waren die Blau-Weißen nunmehr zum 39. Mal beim Tänzelfest, davon 33 Mal in Folge. Samstags galt es einige Auftritte in dem mit Besuchermassen überfüllten Lagerleben zu gestalten. Der Sonntag und Montag standen dann ganz im Zeichen des Festzuges, den tausende Besucher verfolgten.
Unvergesslich dieses Jahr, wie mehrere Hundert Kinder, die nach dem Festzug zum Veranstaltungsgelände beim Vergnügungspark geleitet werden, ein begeisterndes "Hey" als Zwischenruf zu dem vom Fanfarenzug gespielten Trommelstück riefen und dazu gleichzeitig die Hände in die Höhe reckten. Ein beeindruckendes Bild!
Der Fanfarenzug lässt es sich auch nicht nehmen jedes Jahr beim "Heinzelmannstift", einem unter der Verwaltung des Diakonievereins stehenden Pflegeheimes, den Heimbewohnern mit einem kleinen Auftritt eine große Freude zu machen. "Wir freuen uns jedes Jahr auf den Fanfarenzug", so der Geschäftsführende Vorstand des Diakonievereins, Gerhard Heiligensetzer. Ein Besuch bei der Familie Joanni im Hotel Am Kamin rundet das anstrengende Wochenende ab.

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